Descendents

Die Descendents sind eine amerikanische Punkband, die im Jahr 1977 in Manhattan Beach, Kalifornien gegründet wurde. Die Band ist bekannt für ihre melodischen und energiegeladenen Songs, die meistens kurz und prägnant sind und trotzdem voller Humor stecken. Ihr Sound ist eine Mischung aus Punkrock, Powerpop und Hardcore Punk. In den 1980er Jahren gehörten die Descendents zu den Pionieren des Melodic Hardcore Punk und haben das Genre maßgeblich mitgeprägt.

Die DESCENDENTS sind eine der einflussreichsten Punkbands aller Zeiten. Obwohl die Band nie den Durchbruch geschafft hat, zählen Bands wie Green Day, Blink 182 und NOFX zu ihren größten Fans. Die Musik der Descendents ist schnell und melodisch – die Ideale Kombination für eine Punkband. Sie singen über das Leben als Teenager und die Probleme, die damit einhergehen. Ihre Songs sind ehrlich und lustig zugleich. Die Bandmitglieder selbst sind alle inzwischen Väter – was sie aber nicht davon abhält, immer noch tolle Musik zu machen!


Die Alben der Decendants

Milo Goes to College (1982)

Milo Goes to College ist das Debütalbum der punkrockband Decendants, die 1982 in Los Angeles gegründet wurde. Milo Goes to College zeigt deutlich die Einflüsse der Bandmitglieder auf Punkrock der 1970er Jahre und ist eines der ersten Alben, die den sogenannten „Skatepunk“ prägten. Das Album enthält die Singles „Suburban Home“ und „I’m Not a Loser“.

Als die Decendants ihr Debütalbum Milo Goes to College veröffentlichten, ahnten sie nicht, dass sie zu einer der einflussreichsten Punkbands aller Zeiten werden würden. Das Album, das in nur vier Tagen mit einem sehr geringen Budget aufgenommen wurde, sollte ein Punk-Klassiker werden und den Sound einer ganzen Generation prägen.

Obwohl das Album zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung keinen kommerziellen Erfolg hatte, gilt es heute als eines der wichtigsten Punk-Alben aller Zeiten. Vor allem der Song „I’m Not a Loser“ wird oft als Hymne für Ausgestoßene und Außenseiter auf der ganzen Welt zitiert.

The Decendants veröffentlichten noch zwei weitere Alben, bevor sie sich 1987 auflösten. Ihr Einfluss ist jedoch auch heute noch spürbar, da viele moderne Punkbands sie als Inspiration anführen.

I Don’t Want to Grow Up (1985)

Das zweite Album der Band, I Don’t Want to Grow Up, wurde 1985 auf SST Records veröffentlicht. Das Album wurde vom Descendents-Gitarristen Bill Stevenson produziert und enthielt die Singles „I’m Not a Loser“ und „I Won’t Grow Up“.

Das Album wurde von den Kritikern gut aufgenommen und gilt als eines der besten Punkrock-Alben aller Zeiten. AllMusic bewertete das Album mit 4,5 von 5 Sternen und stellte fest, dass „das zweite Album der Descendents in fast jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber ihrem bereits exzellenten Debüt darstellt… I Don’t Want to Grow Up ist nicht nur eines der besten Punk-Alben, die je gemacht wurden, sondern auch eines der besten Pop-Punk-Alben.“

Punknews.org gab dem Album 5 von 5 Sternen und nannte es „eine absolut unverzichtbare Platte“ und „eines der besten Punk-Alben aller Zeiten“.

Im Jahr 2017 stufte Rolling Stone I Don’t Want to Grow Up als eines der 20 besten Pop-Punk-Alben aller Zeiten ein.

Enjoy! (1986)

Enjoy! ist das dritte Studioalbum der amerikanischen Punkrockband Decendants, das am 26. Juli 1986 bei SST Records veröffentlicht wurde. Es ist das letzte Album mit dem Gründungsbassisten Tony Lombardo und nach dem Ausstieg von Hirax-Sänger Katon W. De Pena die erste Veröffentlichung der Band, die den neuen Sänger Milo Aukermann einführte. Obwohl es sich um ein komplett unproduziertes Album handelte, gilt es als eines der besten Punkrockalben aller Zeiten und wurde von Kritikern weltweit gelobt. In den Jahren seit seiner Veröffentlichung hat sich Enjoy! zu einem Klassiker des Punkrock entwickelt und ist heute eines der meistverkauften Alben der Band.

All (1987)

All ist das vierte Studioalbum der amerikanischen Punkrockband The Descendents, das 1987 bei SST Records erschien. Es war das erste Album mit Sänger Milo Aukerman und Bassist Karl Alvarez, die die Gründungsmitglieder Ray Cooper bzw. Tony Lombardo ersetzten. Obwohl viele der Stücke bereits vor Aukermans Beteiligung an der Band geschrieben und aufgenommen worden waren, trugen seine Texte und Gesangsmelodien dazu bei, sie zu Songs zu formen. Das Album enthält einige der beliebtesten Songs der Band, darunter „I’m Not a Loser“, „Coolidge“ und „Thank You“. Im Jahr 2003 wurde All auf Platz 382 der Rolling Stone-Liste der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt.

Everything Sucks (1996)

Everything Sucks wurde 1995 aufgenommen und 1996 von Epitaph Records veröffentlicht. Das Album wurde von Brett Gurewitz produziert, der vor allem als Gitarrist von Bad Religion bekannt ist. Gurewitz hatte bereits das vorherige Album der Decendants, Milo Goes to College (1982), produziert.

Der Titeltrack des Albums ist eine Coverversion des Songs „Everything Sucks“ von den Descendents, der ursprünglich auf ihrem Album Milo Goes to College (1982) erschien. Die Coverversion hat einen anderen Text, der vom Descendents-Frontmann Milo Aukerman geschrieben wurde.

Everything Sucks wurde bei seiner Veröffentlichung von den Kritikern gut aufgenommen. Stephen Thomas Erlewine von AllMusic lobte das Album für seine „Mischung aus ansteckenden Hooks und halsbrecherischem Tempo“ und nannte es „das beste Pop-Punk-Album der 90er Jahre“. Jason Heller von Pitchfork lobte das Album ebenfalls und nannte es „ein Pop-Punk-Meisterwerk“ und „eine der vitalsten Platten der 90er Jahre“.

Das Album wurde von zahlreichen Künstlern als Einfluss genannt, darunter Green Day, Blink-182, New Found Glory und Fall Out Boy.

Everything Sucks
  • Audio-CD – Hörbuch
  • 23.09.1996 (Veröffentlichungsdatum) - Epitaph Europe/Indigo (Herausgeber)

Cool to Be You (2004)

Im Gegensatz zu ihrem Vorgängeralbum ist Cool to Be You ein viel lockereres und optimistischeres Album. Die Songs sind schneller und poppiger, was sich in den Refrains widerspiegelt. Die Texte behandeln Themen wie Freundschaft, Liebe und das Leben im Allgemeinen. Das Album ist voll von energiegeladenen Songs, die die Frustrationen und Ängste der Jugendlichen aufgreifen. Die Lyrics sprechen direkt an und machen das Album zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Es ist ein sehr eingängiges Album, das beim ersten Hören bereits sehr gut ankommt. Die Songs sind kurz und knackig, sodass man sie immer wieder hören kann, ohne sich zu langweilen. Insgesamt ist Cool to Be You ein sehr gelungenes Album der Decendants, das den Hörer von Beginn bis Ende unterhält.

Hypercaffium Spazzinate (2016)

Das siebte Studioalbum der amerikanischen Punkband Decendants, Hypercaffium Spazzinate (2016), ist ein weiteres Beispiel für die Beeinflussung des Punks durch andere Genres. Das Album ist viel melodischer und poppiger als ihre früheren Alben, mit Einflüssen aus Powerpop und Pop-Punk. Die Gitarrenriffs sind eingängig und die Hooks fangen sofort an zu klingeln. Der Gesang von Sänger Bill Stevenson hat sich im Laufe der Jahre stark verändert; er singt jetzt viel höher und klarer als zuvor. Dies ist wahrscheinlich eine Anpassung an die melodiöseren Songs auf dem Album.

9th & Walnut (2021)

The Descendants sind eine der kultigsten Punkbands aller Zeiten. Und sie sind zurück mit einem neuen Album, 9th & Walnut, das besser ist als alles, was sie je zuvor gemacht haben.

Das Album beginnt mit dem Titeltrack, einem rasanten Punk-Song, der den Ton für den Rest des Albums angibt. Es folgt „No Fat Chicks“, ein Song über Body-Shaming und Fettphobie, der dein Blut zum Kochen bringt. Und von da an wird es nur noch besser.

Weitere herausragende Tracks sind „I’m the One“, eine eingängige Hymne über die eigene Persönlichkeit, „Wendy“, eine rührende Ode an die Tochter von Leadsänger Milo Aukerman, und „We Got the Power“, ein mitreißender Aufruf zum Handeln, der dich aufputscht und bereit macht, es mit der Welt aufzunehmen.

9th & Walnut ist alles, was man sich von einem Descendants-Album wünschen kann, und noch mehr. Es ist schnell, es ist wütend, und es ist genau das, was Punkrock sein sollte. Also verpassen Sie dieses Album nicht – es ist ein Muss für jeden Punkrock-Fan.

Die bekanntesten Songs von den Decendants

Die bekanntesten Songs der Descendants sind „I’m Not a Loser“, „Hope“, „Suburban Home“, „Clean Sheets“ und „Cool to Be You“.